Ich habe mir das alles gerade mal zu Gemüte geführt.
Seit 6 Jahren rauche ich nicht mehr. Ich habe 36 Jahre lang kette geraucht. Zum Schluss50 Stück am Tag und mein Mann etwa 70 bis 80.
Durch meine Krebserkrankung musste ich aufhören, durfte aber keinen Entzug haben, weil es mir ohnehin schon sehr schlecht ging.
Wenn die Brust bestrahlt wird, dann dringen die Strahlen sehr tief und zerstören das Gewebe darunter. Da liegt die Lunge. Sie hat eine große Narbe und ist unten wie bei jedem starken Raucher völlig vernarbt.
Wir haben uns hypnotisieren lassen und sind seit dem frei und haben nicht einmal zugenommen, weil wir keinen Entzug hatten.
Mein Problem ist das "Raucherschutzgesetz

"
Kürzlich wurde in unserer Nachbarschaft eine Kneipe eingeweiht. Wir kennen den Wirt seit Jahren und sind seiner Einladung gerne gefolgt. Draußen standen Tische und Stühle und Aschenbecher und drinnen.....auch.
Nun war draußen alles besetzt und wir (5 Nichtraucher) mussten drinnen sitzen.
Nach etwa 30 Minuten versagte meine Stimme. Gut, es ist bestimmt nicht verkehrt, wenn ich
Nach etwa 1 Stunde kam Husten dazu. Hustenanfälle und der Verlust der Stimme stimmten mich ein wenig unwirsch und ich machte mich auf den Heimweg. Es war heller Nachmittag.
Etwa nach 100 Metern wurde der Husten so stark, dass ich stante pede am Straßenrand kotzen musste.
Ich trinke keinen Alkohol aber jeder dachte bestimmt, dass die Alte total abgefüllt war und niemand half, als ich langsam zusammensackte.
Irgendwie kam ich aber doch nachhause und habe mich gleich hingelegt und geschlafen. Noch 2 Tage lang hatte ich Schmerzen beim Atmen.
Sicher bin ich ein heftiger Ausnahmefall aber ich kenne eine reihe von Leuten, die Asthma haben oder sonst an Atemproblemen leiden. Meiner Mutter und meiner besten Freundin geht es auch so.
Unsere Welt ist kleiner geworden, weil die Rechte der Schwächeren hier nichts gelten.
Durch das "Raucherschutzgesetz" müssen wir draußen bleiben.
Weder in England noch in Irland ist auch nur eine einzige Kneipe pleite gegangen. Das liegt daran, dass dort ausnahmslos Rauchverbot herrscht.
Hier klagen die Wirte kleiner Kneipen die Rauchgenehmigung ein, weil sie sonst wegen der vielen Ausnahmen keine Gäste mehr haben.
Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass es herrlich ist, von einer Sucht befreit zu sein. Nie wieder überlegen zu müssen, ob ich hier oder da rauchen darf oder nicht. Nie wieder draußen vor der Tür stehen wie ein Jugendlicher auf dem Schulklo. Wir sind endlich frei.
Wir husten nicht mehr
Wir sind nicht mehr pleite
Wir können uns was gönnen
Wir stinken nicht mehr
Unsere Wohnungen riechen gut
-unsere Autos auch
Die Tapeten mussten seit 6 Jahren nicht erneuert werden
Wir lauern nicht ständig nach Rauchgelegenheiten
Unsere Katzen sind erleichtert
Wir wissen jetzt, dass "Ich rauche gerne" reines Suchtgequatsche war.
Wir wissen auch, dass wir uns immer eingebildet haben, eine rauchen zu
wollen. Dabei hatten wir nicht die Chance, es zu lassen. Wir haben geraucht, weil wir mussten. In diesem Punkt hat die Sucht uns entmündigt.
Lohnt es sich, um die eigene Entmündigung zu kämpfen? Daran festzuhalten?
Deshalb bin ich
(ganz militante Nichtraucherin) für ein absolutes Rauchverbot in der Öffentlichkeit.
Der Raucher möge dann selbst mal in sich gehen und schauen, ob diese angebliche Bevormundung nicht vielleicht auch eine Chance ist, endlich damit aufzuhören.
Ich habe immer lieber eine Chance ergriffen statt zu meckern.
Wer nicht aufhören kann, ist süchtig. Das kann man nicht schönreden.
Ich kann nicht verstehen, dass Raucher ein Recht auf Sucht haben wollen und empfindliche Nichtraucher ihretwegen vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen sind.
Wer nicht rauchen muss, braucht auch nicht draußen vor der Tür zu stehen und aller Welt seine Schwäche zu zeigen.
Im nächsten Jahr fallen die Subventionen für den Tabakanbau weg.
Es ist nicht so, dass die Raucher mit ihren Steuern für das Wohlergehen des Staates sorgen. Der Staat zahlt ganz schön viel für den Tabakanbau und der Staat sind wir alle. Auch die Nichtraucher
Jedenfalls dürften die Preise für die Schachtel wieder drastisch ansteigen.
Da hat man dann die Wahl: Entweder beugt man sich dem Diktat der Preise oder man hört einfach damit auf und gibt das Geld für Sachen aus, die wirklich Freude machen.
suchtfreie Grüße